Mai 2020 * Stärker als Gewalt *

WIE DIE CORONA-KRISE HÄUSLICHE GEWALT VERSCHÄRFEN KANN


Die aktuelle Corona-Krise stellt viele Familien und Partnerschaften vor große Herausforderungen. Zu wenig Platz, Bewegungsmangel und Unsicherheit sorgen für Anspannung. Auch Zukunftsängste, finanzielle Sorgen oder ungewohnte Tagesabläufe verstärken den Stress. So kommt es häufiger zu Streit, Aggressionen oder Gewaltausbrüchen.

In dieser schwierigen Situation steigt das Risiko für eine Zunahme häuslicher Gewalt. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten, sich Hilfe im Familien- oder Freundeskreis oder bei einer Beratungsstelle zu suchen, durch Kontaktsperren oder Quarantäne eingeschränkt.

 

Stärker als Gewalt



Wer zuhause Gewalt erfährt, ist aber auch in der aktuellen Ausnahmesituation nicht allein. Bundesweite Angebote bieten schnell und unbürokratische Beratung – telefonisch, per WhatsApp oder per Internet. So finden von Gewalt Betroffene Hilfe und Unterstützung, wenn das eigene Zuhause nicht sicher ist.

Gewalt erkennen: Gewalt fängt nicht erst bei Schlägen an. Dazu gehört auch psychische Gewalt in Form von Demütigungen, Drohungen oder Einschüchterungen. Belastende Situationen wie die aktuelle Corona-Krise können dieses Verhalten verschlimmern. Familie, Freundinnen und Freunde, aber auch Nachbarinnen und Nachbarn, sind jetzt besonders gefragt, aufmerksam zu sein und auf Zeichen häuslicher Gewalt in ihrem Umfeld zu achten und aktiv zu werden.

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