Juli 2020 * Erinnerungen von Sr. Rosa *

Von 1972 bis 2006 leiteten die Schwestern von der Heiligen Familie das Caritas Kinderdorf in Irschenberg, bevor sie sich altersbedingt in das Mutterhaus in München zurückzogen. Im aktuellen Rundbrief "Miteinander" der Schwestern von der Heiligen Familie berichten drei Schwestern über ihre Zeit in Irschenberg.

Nach dem Bericht von Schwester Evodia heute der von Schwester Rosa:

Sr. Rosa

Während meiner Zeit im Kinderdorf kamen u. a. vier Geschwister in meine Gruppe, die ich nach Beendigung ihrer Schulzeit auch ins Berufsleben begleiten konnte. Im Januar 2019 verstarb die Mutter. Dieser Situation standen sie teilweise hilflos gegenüber. Um eine würdige Beerdigung zu ermöglichen baten sie mich, ihnen dabei zu helfen. Besonders dankbar waren sie, dass sie sich nach der Beisetzungsfeier bei uns im Mutterhaus mit der Trauergemeinschaft zu einem Imbiss zusammensetzen konnten. Paul*, der in den letzten Jahren die Hochschule der Jesuiten in München besuchte, studiert seit August Theologie und Philosophie in Rom. Er ruft mich immer wieder mal an, da er doch Zeitlang nach München hat. Klaus* besuchte die Schule für Lernbehinderte und konnte anschließend eine Lehre in der Wäschetechnik erfolgreich abschließen. Jetzt arbeitet er in einer Gastwirtschaft. Er lebt alleine in einer Wohnung und wird von einem Sozialpädagogen betreut. Für ihn sind auch die Kontakte zu seinen ehemaligen Erziehern sehr wichtig. Vor kurzem erhielt ich von ihm eine Karte mit folgendem
Text: „Ich danke Gott, weil er dir ein gutes Herz gab. Und ich danke dir, weil du es mir gezeigt hast. Vielen, vielen Dank“.

 

Sr. Rose Erinnerungen


Ich erlebe auch, dass den Ehemaligen die Besuche bei mir guttun. Sehr positiv sind der Kontakt und der Zusammenhalt von Ehemaligen untereinander.  Rosi* besucht mich regelmäßig und hilft mir sehr oft, z.B. beim Christbaum schmücken oder wo Ichs onst Hilfe brauche, oft bringt sie Blumen für die Kapelle mit.

Sr. Rosa

*Namen geändert