Heilpädagogische Jugendwohngruppe Rosenheim

– Begleitung auf dem Weg in die Zukunft

maler links Die heilpädagogische Jugendwohngruppe in Rosenheim ist ein Betreuungsangebot für Jugendliche und Heranwachsende, die aufgrund ihrer individuellen Situation in ihrer altersgemäßen Persönlich-keitsentwicklung erheblich beeinträchtigt sind. Das Konzept ist lebenswelt- und ressourcenorientiert. Obwohl natürlich Grenzen gesetzt werden, wird auf eine aktive Beteiligung der Betreuten besonders Wert gelegt. Das Angebot richtet sich an weibliche und männliche Jugendliche ab dem Alter von 14 Jahren. Der regelmäßige Besuch einer Schule oder Ausbildungsstätte oder die Bereitschaft einer regelmäßigen Tätigkeit nachzugehen wird vorausgesetzt.


Infrastruktur

Die Jugendlichen leben in einem zentral gelegenen Stadthaus in Rosenheim (ca. 5 Minuten Gehzeit zum Bahnhof). Alle Schultypen sind zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schnell erreichbar. Zu den überbetrieblichen Ausbildungsstätten in Kirchseeon und Traunreut besteht eine gute Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr. Praktikumsplätze und Ausbildungsplätze werden auf dem freien Arbeitsmarkt gesucht. Die Betreuung ist ganzjährig gewährleistet. Die Gruppengröße beträgt 9 Plätze und eine Inobhutnahmestelle. Jeder Jugendliche bewohnt ein Einzelzimmer. Die Jugendwohngruppe verfügt über ein hohes Maß an Autonomie, sowohl in hauswirtschaftlicher, als auch in pädagogischer Hinsicht.

Fachdienste

Die Jugendwohngruppe verfügt über einen eigenen psychologischen Fachdienst, der das Team berät, Einzelgespräche mit den Jugendlichen führt und im Bereich der Elternarbeit und Diagnostik tätig ist. Soziale Dienste, niedergelassene Ärzte und Therapeuten in der Umgebung sind bekannt und werden bei Bedarf kontaktiert.

Pädagogische Arbeit

Vom Einkauf bis zur Zubereitung der Mahlzeiten werden die Jugendlichen mit einbezogen. Ihnen werden Aufgaben im hauswirtschaftlichen Bereich übertragen. So sollen sie für die Versorgung der Gruppe Verantwortung übernehmen. Das Waschen der eigenen Wäsche, Kochen und Reinigen des eigenen Zimmers erledigt der Jugendliche selbständig, bei Bedarf wird er dabei von den Betreuern unterstützt. Für alle anfallenden Arbeiten im Haus und auf dem Gelände sind die Jugendlichen mitverantwortlich. Das Zusammenleben von Mädchen und Jungen im gleichen Alter ermöglicht das Einüben eines partnerschaftlichen Umgangs mit dem anderen Geschlecht.

Der strukturierte Alltag bietet den Jugendlichen ein natürliches Lernfeld.

Die Pädagogen begleiten die Jugendlichen bei ihrer Suche nach einer Ausbildungsstelle und während der Ausbildung. Sie bieten Hilfestellung bei den Hausaufgaben an oder bei der Erstellung von Wochenberichten, sie unterstützen bei der Rollenfindung am Arbeitsplatz und bei Problemen in der Ausbildung. Die
pädagogischen Mitarbeiter pflegen zu Schulen, Ausbildungs- und Praktikumsplätzeneinen intensiven Kontakt, ebenso mit dem Arbeitsamt und der Berufsberatung.

Im Umgang mit Ämtern und Behörden werden die Jugendlichen von den Pädagogen beraten und angeleitet. Die Fachkräfte unterstützen und fördern das Freizeitverhalten der Jugendlichen sowohl in der Gruppe als auch bei der Wahrnehmung öffentlicher Angebote. Der Aufbau eines persönlichen Freundes- und Bekanntenkreises wird als wertvoll erachtet und unterstützt. Bei der regelmäßigen Erziehungsplanung im Team, unterstützt durch die zuständige Erziehungsleiter, werden individuelle Erziehungsziele festgelegt und Methoden des pädagogischen Handelns überprüft.

Eltern- und Angehörigenarbeit

Die Eltern der Jugendlichen sind für uns wesentliche Erziehungspartner. Ziel unserer Zusammenarbeit ist es, die Beziehung des Jugendlichen zu den familiären Bezugspersonen zu klären, wenn möglich zu erhalten und zu  verbessern. Ein regelmäßiger Austausch und gezielte Elterngespräche sowie der Besuch der Eltern bei uns in der Jugendwohngruppe sind möglich. Die Entwicklungsphase, in der sich die Jugendlichen in der begleiteten Jugendwohngruppe befinden, bringt die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und den Fragen "Wer bin ich?, Woher komme ich?, Wohin gehe ich?“ mit sich. Unsere Aufgabe ist es, die Jugendlichen in diesem Klärungsprozess zu unterstützen und die Eltern mit einzubinden. Eine Beziehungsklärung zwischen den Eltern und dem Jugendlichen ist dabei unumgänglich.


Dauer der Hilfe

Die Dauer der Hilfe ist sehr flexibel und wird angemessen an den Wünschen der Jugendlichen über eine mögliche Rückführung in die Herkunftsfamilie bzw. entsprechend des Hilfeplanes der Wechsel in eine weiterführende Hilfeform z. B. Betreutes Wohnen oder die Entlassung in die Selbständigkeit vorbereitet und betreut.